Abnehmen mit Bioresonanz

An einem Dienstag bin ich dick geworden.

Ich, die Ernährungsexpertin.

Der Wecker klingelte um sieben Uhr, ich habe mir schwer getan beim Aufstehen, und ein paar Minuten später wusste ich warum. Die Leichtigkeit des Seins und die Schwere des Alltags hielten sich nicht mehr in der Waage. Die Sonne, die sich mir gestern noch von ihrer warmherzigen Seite gezeigt hatte, warf mir ein mildes Lächeln zum Fenster herein.

Nachdem ich geduscht hatte, durchwühlte ich meinen Kleiderschrank auf der Suche nach einem passenden Outfit. Und mit „passend“ meine ich nichts Modisches. Ich hoffte bloß, dass ich um das Gefühl herumkäme, mich in Sachen aus meiner Teenagerzeit zu zwängen. Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Ich machte einen Anprobe-Marathon durch, wie ihn sonst nur gehetzte Models auf dem Laufsteg absolvieren müssen. Mit dem kleinen Unterschied, dass denen alles, was sie anziehen müssen, passt. Und mir alles, was ich anziehen wollte, zu eng war.

Ein seltsames Phänomen, dass dieser Punkt von jetzt auf gleich erreicht war. Ein paar Monate hatte ich wunderbar vor mir selbst verbergen können, dass ich zwei Kleidergrößen zugelegt hatte, der Schock setzte erst an diesem Tag ein.

Ich fühlte mich, als hätte mir wer über Nacht meinen Körper gedehnt. Wie das ein Schuster macht, wenn ein Stiefel über den Waden spannt. Es war vielleicht bloß ein Millimeter, der zwischen gestern und heute lag, aber er genügte, um mich in meiner Haut nicht mehr wohlzufühlen.

Ich hatte keine Ahnung, wie es so weit kommen konnte.

Ich war verzweifelt.

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